Mit der richtigen Software wird der PC zum Fernseher
j.feldmann | 25.05.2010 | Facts & Hintergründe | Keine KommentareDie zunehmende Verbreitung von Highspeed-Internetanschlüssen in Deutschland ermöglicht PC-Nutzern nicht nur schnelles Surfen im Web, sondern auch immer häufiger das Telefonieren und Fernsehen per Internet. Laut einer aktuellen Studie des Branchen-Verbandes Bitkom werden bis zum Jahr 2012 voraussichtlich mehr als 2,5 Millionen Haushalte mit der sogenannten IPTV-Technik ausgestattet sein. Allerdings lässt sich der Computer mit der entsprechenden Hard- und Software schon heute in wenigen Schritten zum TV-Multitalent aufrüsten. Neben den üblichen TV-Sendern können so übrigens tausende Fernseh- und Radioinhalte direkt aus dem Netz auf den PC geholt werden.
Der richtige Anschluss macht’s: DVB oder doch Online-TV? 
Wer den eigenen Rechner zum TV-Empfänger aufrüsten möchte, muss sich zunächst für eine Empfangsart entscheiden – wie beim herkömmlichen Fernseher auch. Während man zum Empfang von reinen Online-TV-Sendern nur die richtige Software benötigt, ist für den Empfang von klassischen Fernsehsendern eine TV-Karte notwendig. Diese Karte wandelt das Fernsehsignal um und bereitet das Bild so auf, dass es auch auf dem PC-Bildschirm optimal wiedergegeben wird. TV-Karten gibt es sowohl zum Einbau als PCI-Karte als auch für den mobilen Einsatz als USB-Stick. Die USB-Lösung empfiehlt sich besonders für Notebook – Besitzer und Nutzer, die den TV-Tuner an mehreren Rechnern verwenden möchten.
Die Entscheidung für eine Empfangstechnik hängt von den eigenen Ansprüchen sowie der Verfügbarkeit der Anschlüsse ab. Im digitalen Standard Digital Video Broadcasting (DVB) sind die Empfangstechniken DVB-T (terrestrischer Empfang), DVB-S (Satellit) und DVB-C (Kabel) verfügbar. Während man für den Kabelanschluss (DVB-C) zusätzliche Gebühren an den Kabelbetreiber entrichten muss, ist der terrestrische Empfang über DVB-T kostenlos – dafür ist allerdings die Empfangsqualität deutlich schlechter. Bei bereits vorhandener Satellitenanlage bietet sich DVB-S an. Hier steht dem Nutzer sowohl die höchste Bildqualität als auch die entsprechende Programmvielfalt zur Verfügung. Besitzt die Satellitenschüssel keinen digitalen Empfangskopf, muss dieser nachgerüstet werden.
Von der Online-Fernsehzeitschrift bis zum digitalen Videorekorder
Bestückt mit einer TV-Karte und der richtigen Software verwandelt sich der Rechner in nur wenigen Schritten in ein Multimediatalent. Dabei muss der Nutzer nicht viel investieren – die wichtigsten Programme sind bei Softwareload, dem Download-Portal der Deutschen Telekom, als Freeware kostenlos verfügbar. Beispiele hierfür sind DVB Tool oder WinAmp TV, eine Erweiterung des beliebten Mediaplayers WinAmp. Mit diesen Tools lässt sich das TV-Signal am Rechner bequem steuern. Wer stets über das breite Fernsehangebot informiert bleiben möchte, der kann mit TV Genial, TV Browser oder nexTView auf eine Reihe elektronischer Programmzeitschriften zurückgreifen
Ein zur TV-Station aufgerüsteter PC kann aber weit mehr als Filme, Sportsendungen oder Serien übertragen. Mit der richtigen Software wird der Rechner zum digitalen Videorekorder, der Filme mitschneidet und auf der Festplatte speichert. Besonders empfehlenswert ist dabei die Freeware AbsolutTV, die mit zeitversetztem Fernsehen (timeshifting), dem Aufzeichnen von Sendungen im Hintergrund oder der Programmierung auf Knopfdruck überzeugt. Bei eingeschaltetem Rechner lassen sich beliebig viele Sendungen einprogrammieren – den Rest erledigt das Programm.
Online-TV: Weltweites Fernsehen zu Hause
Ganz ohne zusätzliche Hardware funktioniert der TV-Empfang über das Internet: Ein schneller Anschluss und passende Software reichen aus, um rund um die Uhr mehrere tausend Sender auf den PC-Bildschirm zu holen. Denn eine Vielzahl weltweiter Fernseh- und Radiosender stellt ihr Programm bereits online als Live-Stream zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es im Netz eine wachsende Anzahl von Special-Interest-Sendern, die Nachrichten, Sport, Musik oder Radio aus aller Welt ausschließlich im Internet anbieten. Programme wie JLCs Internet TV, OnlineTV oder PCShowBuzz bieten alle Sender gebündelt unter einer Programmoberfläche an, so dass die mühsame Suche nach einzelnen TV-Streams im Netz entfällt. Mit einigen Programmen lässt sich das Übertragene zudem bequem aufnehmen, schneiden und brennen.
Druckfähiges Bildmaterial zu Softwareload finden Sie in der Mediathek unter http://softwareload.newsroomloads.de/kategorie/bilder/.
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